Psychologische Gruppenangebote in Lippstadt
Verstehen. Ausprobieren. Im Alltag anwenden.
Nicht jede Belastung erfordert unmittelbar eine Psychotherapie. Manchmal geht es zunächst darum, besser zu verstehen, was in bestimmten Situationen mit uns passiert, neue Handlungsmöglichkeiten kennenzulernen und konkrete Fähigkeiten zu entwickeln, auf die wir im Alltag selbst zurückgreifen können.
Unsere psychologisch geleiteten Gruppenangebote richten sich an Erwachsene, die sich gezielt mit bestimmten Themen beschäftigen, persönliche Kompetenzen erweitern und neue Strategien für ihren Alltag kennenlernen möchten. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht Diagnosen, sondern konkrete Fragen, Erfahrungen und Herausforderungen aus dem täglichen Leben.

Soziales Kompetenztraining
Sicher auftreten, Grenzen setzen, beziehungen bewusst gestalten

Training emotionaler Kompetenzen
Einzelberatung, Gefühle verstehen, Anspannung regulieren, Handlungsspielraum gewinnen

Achtsamkeit und Stressbewältigung
Belastungen früher erkennen, Innehalten, eigene Strategien entwicklen
Soziales Kompetenztraining
Sicher auftreten und Beziehungen bewusst gestalten
Warum fällt es uns bei manchen Menschen leicht, unsere Meinung zu sagen, während wir bei anderen kaum ein Nein herausbekommen? Warum können wir im Beruf souverän auftreten und geraten in persönlichen Beziehungen trotzdem immer wieder in dieselben Konflikte?
Soziale Kompetenz bedeutet mehr als selbstsicheres Auftreten. Entscheidend ist auch, die jeweilige Situation und Beziehung richtig einzuschätzen und das eigene Verhalten daran auszurichten.
Im Training beschäftigen wir uns unter anderem damit,
- berechtigte Interessen klar und selbstsicher zu vertreten,
- Wünsche und Bedürfnisse in wichtigen Beziehungen zu äußern,
- Grenzen zu setzen und Nein zu sagen,
- mit Kritik und Konflikten umzugehen,
- in neuen Situationen Kontakt aufzubauen,
- typische Unsicherheiten, Gedanken und Verhaltensmuster zu erkennen.
Dabei unterscheiden wir verschiedene soziale Situationen und Beziehungsebenen. Denn eine Strategie, die in einem Bereich hilfreich ist, kann in einem anderen sogar hinderlich sein.
Anhand typischer Alltagssituationen schauen wir gemeinsam auf bestehende Verhaltensmuster und entwickeln alternative Handlungsmöglichkeiten. Praktische Übungen und Rollenspiele ermöglichen es, neues Verhalten zunächst in einem geschützten Rahmen auszuprobieren und anschließend in den eigenen Alltag zu übertragen.
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, möglichst dominant, schlagfertig oder durchsetzungsstark zu werden. Soziale Kompetenz bedeutet vielmehr, situationsangemessen handeln zu können und die eigenen Bedürfnisse, die Bedürfnisse anderer und die jeweilige Beziehung bewusst miteinander abzuwägen.
Training emotionaler Kopetenzen
Wenn Gefühle das Steuer übernehmen
Manchmal werden Gefühle so stark, dass wir den Eindruck bekommen, nicht mehr selbst am Steuer zu sitzen. Ärger, Angst, Traurigkeit, Scham oder innere Anspannung können uns überwältigen und dazu führen, dass wir anders reagieren, als wir es eigentlich möchten.
Dabei ist häufig nicht nur das Gefühl selbst belastend, sondern auch die Erfahrung, ihm ausgeliefert zu sein. Genau hier setzt das Training emotionaler Kompetenzen an.
Ziel ist nicht, unangenehme Gefühle abzuschalten oder jederzeit vollständige Kontrolle über sie zu haben. Vielmehr geht es darum, Emotionen besser zu verstehen, ihnen weniger ausgeliefert zu sein und wieder mehr Handlungsspielraum zu gewinnen.
Im Training beschäftigen wir uns unter anderem damit,
- Gefühle frühzeitiger wahrzunehmen und zu benennen,
- Auslöser und Funktionen von Emotionen besser zu verstehen,
- steigende innere Anspannung früher zu erkennen,
- intensive Gefühle zunächst auszuhalten, ohne sofort reagieren zu müssen,
- hilfreiche Möglichkeiten der Emotionsregulation kennenzulernen,
- belastende Situationen bewusster zu bewältigen,
- selbstkritische Gedanken im Umgang mit starken Emotionen zu hinterfragen.
Das Training soll dazu beitragen, wieder stärker zum Steuermann des eigenen Handelns zu werden, ohne gegen die eigenen Gefühle kämpfen zu müssen.
Denn emotionale Kompetenz bedeutet nicht, immer ruhig zu bleiben. Sie bedeutet, auch dann noch Möglichkeiten für das eigene Handeln zu erkennen, wenn es innerlich gerade schwierig wird
Achtsamkeit und Stressbewältigung
Zähne zusammenbeißen, bis das Fass überläuft?
„Da muss ich jetzt durch.“
„Zähne zusammenbeißen.“
„Das schaffe ich auch noch.“
Viele von uns sind ziemlich gut darin, weiterzumachen. Gerade wenn im Alltag viel zu bewältigen ist, erscheint Innehalten manchmal eher hinderlich als hilfreich.
Und irgendwann haben wir dann sprichwörtlich die Nase voll.
Unter anhaltender Belastung reagiert nicht nur unser Denken. Auch der Körper sendet Signale: Anspannung steigt, Gedanken kreisen, wir werden ungeduldiger oder gereizter. Häufig nehmen wir diese Veränderungen jedoch erst wahr, wenn die Belastung bereits sehr groß geworden ist.
Genau hier kann Achtsamkeit hilfreich sein.
Achtsamkeit bedeutet dabei nicht, Schwierigkeiten wegzuatmen oder in jeder Situation entspannt bleiben zu müssen. Vielmehr geht es darum, früher wahrzunehmen, was gerade passiert:
Wie angespannt bin ich eigentlich?
Was macht mein Körper?
Wo sind meine Gedanken gerade?
Was brauche ich?
Und muss ich tatsächlich weiter die Zähne zusammenbeißen oder habe ich noch andere Möglichkeiten?
In unserem Gruppenangebot lernen Sie unterschiedliche Formen der Achtsamkeit kennen und probieren diese praktisch aus. Dazu gehören unter anderem:
- Übungen zur Körperwahrnehmung,
- Body Scan,
- verschiedene Formen der Meditation,
- achtsame Bewegung,
- kurze Übungen für stressige Alltagssituationen,
- Möglichkeiten, eigene Belastungsgrenzen früher wahrzunehmen.
Dabei muss nicht jede Methode zu jedem Menschen passen. Gemeinsam schauen wir deshalb auch darauf, welche Übung in welcher Situation hilfreich sein kann.
Ziel ist es, einen persönlichen Werkzeugkasten zu entwickeln, auf den Sie bei Stress, hoher Anspannung oder in schwierigen Situationen selbstständig zurückgreifen können.
