Alina Drosihn
Praxis Leitung
Psychologin, M.Sc.

Schwerpunkte:

  • Jugendstrafrecht
  • Kriminalprognostische Begutachtung

Beruflicher und wissenschaftlicher Werdegang

Seit 2026 – Lehrbeauftragte an der Hochschule Düsseldorf
Lehrtätigkeit im Masterstudiengang Rechtspsychologie mit Schwerpunkt auf der familienrechtspsychologischen Begutachtung, insbesondere zu Fragen der Kommunikation mit Gerichten, der praktischen Gutachtenerstellung und der Tätigkeit als psychologische Sachverständige.

Seit 2025 – Wissenschaftliche Tätigkeit und Forschung
Mitarbeit an rechtspsychologischen Forschungsprojekten und Fachveröffentlichungen in Zusammenarbeit mit der Hochschule Düsseldorf. Forschungsschwerpunkte liegen insbesondere im Bereich des Jugendstrafrechts, Familienrechts und der rechtspsychologischen Diagnostik. Hierzu zählt unter anderem die Entwicklung eines strukturierten Erhebungsinstruments zur Beurteilung der strafrechtlichen Verantwortungsreife gemäß § 3 JGG sowie die Mitarbeit an der Entwicklung eines Prognoseinstruments in Form eines Interviews für jugendliche und heranwachsende Straftäter:innen.

Seit 2024 – Sachverständige in eigener rechtspsychologischer Praxis
Erstellung psychologischer Sachverständigengutachten im Auftrag von Amts- und Landgerichten. Tätigkeitsschwerpunkte sind kriminalprognostische Begutachtungen sowie Begutachtungen im Jugendstrafrecht. Von Mai 2024 bis 2026 zudem kontinuierliche Tätigkeit als Sachverständige in familiengerichtlichen Verfahren mit umfassender Erfahrung in der Untersuchung von Kindern, Jugendlichen und familiären Beziehungssystemen.

Seit 2024 – Weiterbildung zur Fachpsychologin für Rechtspsychologie (BDP/DGPs)
Berufsbegleitende fachpsychologische Weiterbildung mit Vertiefung rechtspsychologischer Diagnostik und Begutachtung.

2020–2024 – Psychologin im Maßregelvollzug / Zentrum für Forensische Psychiatrie
Mehrjährige klinisch-forensische Tätigkeit mit Einzelgesprächen und Deliktbearbeitung sowie der Einschätzung von Rückfallrisiken und Behandlungsverläufen. Erstellung von Prognosen und Stellungnahmen, insbesondere im Rahmen von § 67e StGB, Behandlungsplanung sowie Vorbereitung und Beurteilung von Lockerungen. Darüber hinaus Tätigkeit im Bereich Krisenintervention und Angehörigenarbeit sowie Sachverständigen Aussagen im Rahmen der gerichtlichen Anhörungen.

Weitere Tätigkeit

Neben meiner gutachterlichen, wissenschaftlichen und Lehrtätigkeit bin ich im Bereich der psychologischen Beratung tätig. Das Angebot richtet sich an Einzelpersonen und Paare und umfasst insbesondere die Begleitung bei akuten Lebenskrisen, persönlichen und zwischenmenschlichen Konflikten, belastenden Veränderungsprozessen sowie partnerschaftlichen Konflikten. Im Mittelpunkt steht eine individuelle und ressourcenorientierte Auseinandersetzung mit der jeweiligen Lebenssituation. Ziel ist es, bestehende Belastungs- und Konfliktmuster besser zu verstehen, neue Perspektiven zu entwickeln und konkrete Möglichkeiten für einen konstruktiven Umgang mit persönlichen oder partnerschaftlichen Herausforderungen zu erarbeiten.

Darüber hinaus werden die psychologischen Angebote der Praxis kontinuierlich weiterentwickelt. Hierzu gehört insbesondere die Konzeption von Gruppenangeboten und mehrtägigen Retreatformaten zu Themen wie persönliche Entwicklung, Lebenszufriedenheit, Beziehungsgestaltung und psychisches Wohlbefinden. Die Angebote verbinden psychologische Wissensvermittlung mit angeleiteter Selbstreflexion und praxisorientierten Übungen.

 

Mitgliedschaften:

  • Deutscher Familiengerichtstag e.V.
  • Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs)
  • Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT)

 

Veröffentlichungen:

  • Drosihn, A., Köhler, D. & Hinrichs, G. (2025). Tötungsdelikte von Jugendlichen: Die Rolle von (Gewalt-)Fantasien, Realitätsbezug und Identität. Rechtspsychologie (RPsych), 11(4), 435–458.
    DOI: 10.5771/2365-1083-2025-4-435
  • Caspari, F., Drosihn, A., Köhler, K., Hagen, S. & Köhler, D. (2026). Wechselmodell und Nestmodell nach elterlicher Trennung: Psychische Auswirkungen bei Kindern und Eltern. Rechtspsychologie (RPsych), 12(2), 139–154.
    DOI: 10.5771/2365-1083-2026-2-139

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